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Mittwoch, 23. März 2016

Aufräumen und wie sich die Ordnung im Kopf wiederherstellen lässt

Zuallererst bin ich ein absoluter Kopfmensch, der sich alles aufschreiben muss, um überhaupt klar denken zu können. Deshalb habe ich erstmal eine Liste erstellt, auf der auch banale und alltägliche Dinge auftauchen, wie duschen oder Zähne putzen - einfach damit ich meine Zeit nicht knapp bemessen aufteile und dann innerhalb eines 24 Stunden-Tages nicht fertig werde.
Diese Liste arbeite ich nach Prioritäten ab, ordne die Punkte dementsprechend und hake ab, um was ich mich gekümmert habe.



Dann fange ich an räumliche Ordnung zu schaffen, drehe dazu die Musik laut auf und räume  erst meine Kleidung weg - Sauberes in den Schrank und Getragenes in die Wäsche.
Das macht für mich immer schon einen großen Unterschied.




Wenn dann alles soweit ordentlich aussieht ziehe ich mein Bett ab, staubsauge, wische und im Anschluss - wenn kein Staub mehr aufgewirbelt werden kann - beziehe ich das Bett wieder frisch. Dann ist für mich wieder eine Atmosphäre hergestellt, in der ich mich wohlfühlen kann.


Und diese klaren räumlichen Strukturen helfen mir dann meine Gedanken auf Papier zu bringen, Dinge zu erledigen und zu organisieren und meinen Tagesablauf durchzuplanen. Und was immer mich dann noch beschäftigt wird in Geschichten oder Blogposts -wie diesem hier- verarbeitet oder mit Hilfe kreativer Ausgleichshandlungen (zeichnen, nähen, basteln) abgeschwächt.

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Neujahrsängste

Der ganze Weihnachtstrubel ist vorüber, die ersten Geschenke stehen schon im Schrank und setzen langsam Staub an, da steht auch schon das nächste große Ereignis ins Haus – der Jahreswechsel. Doch was ändert sich? Nur weil wir Vorsätze festhalten die in einem halben Monat doch eh schon wieder Geschichte sind, weil wir melancholisch auf ein Jahr zurück blicken, als würde man uns die Erinnerung rauben können?! Trotz alledem geht unser Leben doch weiter. Keiner kann uns die Erinnerungen nehmen, uns geht nichts verloren, was wir nicht vernachlässigen – es liegt allein an uns, was wir uns von einer neuen Jahreszahl versprechen, denn mehr ist es streng genommen gar nicht.
Tatsächlich handeln wir doch nur aus Angst, Chancen versäumt zu haben, die uns eine Veränderung ermöglicht hätten. Angst, die Menschen um uns herum enttäuscht zu haben, das Gefühl selbst nicht ausreichend zu sein.

Ich für meinen Teil fühle mich unendlich leer und auf der anderen Seite ist mein Kopf bis zum Zerbersten gefüllt. Ich habe wahnsinnige Angst vor all dem, dabei wollte ich doch dieses Jahr alles anders, besser machen! Ich habe nicht versagt, auch wenn sich das so anfühlt, ich lasse mich nur mal wieder von dem ganzen Trubel aufwühlen, der mich doch eigentlich so kalt lassen sollte. Und eigentlich hat es gut angefangen, statt zu Weihnachten Unsummen an Geld für überflüssige Geschenke auszugeben, habe ich mein Bestes gegeben einfach Liebe zu verbreiten indem ich Zeit verschenkt habe. Ich habe einen ganzen Mittag einfach nur mit meinen Freundinnen zusammen gesessen, Donuts gegessen und Filme geguckt und ehrlich gesagt war das besser, als jedes materielle Geschenk hätte sein können. 

In der Familie haben wir die Gesellschaftsspiele rausgekramt und einfach beisammen gesessen, ohne uns um irgendwelche Besorgungen zu stressen und wenn mir dann doch noch eine Kleinigkeit einfallen sollte, mit der ich irgendwem eine Freude machen kann, dann verschenke ich sie halt 3 Tage nach Weihnachten, heute, oder auch erst im nächsten Jahr – die Wirkung verfehlen kann ein Geschenk schließlich nicht, da ist der Zeitpunkt vollkommen egal.
Ich werde jetzt einen Kuchen backen und mich darauf freuen, später Zeit mit meinen Freunden zu verbringen, ungeachtet der Tatsache, dass wir Silvester feiern wollen. Einfach ohne mich durch irgendwelche Erwartungen unter Druck zu setzen.


Frohes Neues!  

Samstag, 7. November 2015

Tablett DIY

Ich habe mir im Sommer dieses wunderschöne Tablett als Alternative zu einem klassischen Couch-Tisch gebaut, da mein neues Sofa aus Paletten besteht und ich den "Tisch" darin integrieren wollte.


Zu aller erst benötige ich eine Holzplatte (Multiplex ~ 6mm stark), vier Vierkanthölzer (2 in Länge der Längsseite und 2 in Länge der Querseite meiner betreffenden Grundplatte), einen Hammer, 10 kleine Nägel, ein Poster, Kleister, eine Unterlage (Zeitung), einen Pinsel und durchsichtige, selbstklebende Folie.


Dann markiere ich auf der Bodenplatte die Breite meiner Vierkanthölzer um die Ecken auszumachen, die Später die tatsächliche Fläche meines Tabletts ausmachen werden.


Diese innere Fläche bestreiche ich dann mit Kleister, um sie anschließend zu bekleben (ich habe dabei die Größe des Tabletts der Größe meines Posters angepasst, da der ursprüngliche Gedanke war, diesem einen Zweck zu geben und es somit vor dem Altpapiereimer zu retten.


Wenn das Poster dann platziert ist, versiegle ich die Oberfläche mit einer zweiten Schicht Kleister und lasse das Ganze gut durchtrocknen.


In der Zwischenzeit schneide ich mein Folie auf die Größe des Posters zurecht.


Diese wird dann, wenn der Kleister komplett trocken ist (sonst bleiben unschöne Flecken sichtbar), aufgeklebt.


Im nächsten Schritt werden die Vierkanthölzer angebracht. Ich habe dafür Nägel benutzt, sollte das Tablett allerdings auch benutzt werden und Gegenstände tragen, empfiehlt es sich Schrauben zu nehmen, oder das Ganze sogar zu verleimen.


Danach habe ich die Vierkanthölzer auf dem Boden so aufgestellt, wie sie den Rahmen des Tabletts bilden sollen, die Platte mit der Oberseite nach unten darauf gelegt und mit Nägel von der Unterseite aus fixiert (2 auf der kurzen und 3 auf der langen Seite).


Fertig sieht das Ganze so aus!


Gedauert hat es von der Projektfertigstellung bis zur Veröffentlichung des Eintrags übrigens nur, weil das Palettensofa einfach keine Form annehmen wollte. Viele Köche verderben halt den Brei, alleine hätte ich es jedoch auch nicht geschafft -  dann wäre es wohl jetzt noch nicht fertig!



Was ein Menschenleben wert ist

Achtung! Hier kommen ein paar mehr oder weniger dunkle November-Gedanken (Inspi/ration).

Zwischen dem was wir wert sind und den Dingen an denen wir uns messen und festmachen lassen liegt ein meilenweiter Unterschied. Wir haben Erwartungen, die wir nicht erfüllen können, Ziele, die unerreichbar sind und lassen uns davon runter ziehen. Doch diese verzerrten Vorstellungen kommen nicht von ungefähr.
Die Erwartungen sind an unsere Gesellschaft angepasst, wir glauben dem entsprechen zu müssen, was gefordert wird. Das Kontroverse daran ist, wir selbst sind die Gesellschaft, wir selbst beeinflussen die Erwartungen, die an uns gestellt werden.
Es sind die Medien auf der anderen Seite, die uns Ideale vorhalten an denen wir unsere Ziele abstecken. Aber warum lassen wir uns von einer surrealen Welt leiten, wo doch jeder weiß, dass die Figuren in Filmen von Schauspielern gespielte Rollen sind und in sozialen Netzwerken nur die positiven Ereignisse veröffentlicht werden?
- Weil wir uns nach solch einer idealisierten Welt sehnen. Weil es leichter ist daran zu glauben, dass alles irgendwann, irgendwie wieder in geregelten Bahnen verlaufen wird, statt sich um sein Leben zu bemühen.


ABER wir sind doch so viel mehr wert, als wir uns selbst glauben machen wollen. Klar ist es leichter zu sagen, die Medien oder die Gesellschaft haben mir ein verfälschtes Bild gegeben, schlussendlich liegt es aber in unserer Hand zu entscheiden, was wir uns von den Medien erzählen und von der Gesellschaft vorschreiben lassen. Wir müssen uns nicht unter Wert verkaufen! Vielleicht sind deine Zähne nicht strahlend weiß, vielleicht klingt deine Stimme nicht engelsgleich, vielleicht bist du die einzige unter deinen Freundinnen, die noch nicht „vergeben ist“, vielleicht findest du nie den Traumtypen, der dich festhält, vielleicht schwimmst du auch nie in Geld – aber das alles macht dein Leben nicht weniger unbezahlbar. Trotzdem sollte dein Glück nicht mit Geld aufzuwiegen sein, weil niemand anders jemals wertschätzen kann, was einzig und allein dir gehört. Lasst uns aufhören zu vergleichen und aufzutrumpfen, lasst uns aufhören zu lästern und zu bewerten, lasst uns schwach sein und ohne Scham zu negativen Dingen, wie zu den positiven zu stehen.  

Montag, 27. Juli 2015

Not-OP #1 Neuer Blusen-Ausschnitt in 15min. ohne Nähmaschine

Ich melde mich nach Ewigkeiten zurück (habe leider keine gute Entschuldigung parat, bisher stand einfach genug anderes bei mir auf dem Plan) mit einer Idee zu einer neuen Näh-Reihe, die weniger Nähen und dafür mehr Basteln ist.
Nachdem ich den ganzen gestrigen Abend mit Youtube-Videos verbracht habe, platze mein Kopf vor Ideen und ich habe einfach angefangen mich an alten Kleidungsstücken zu schaffen zu machen.

Meine Hauptinspirationsquelle dafür war das Format "Thrifted Transformations" auf dem Youtube-Kanal coolirpa - definitiv einen Besuch wert!

Und nun zum aktuellen Projekt: Eine Bluse, die ich schon verkaufen wollte, weil sie noch nie richtig saß und mir auch schon seit geraumer Zeit nicht mehr gefiel, doch das Schicksal wollte es anders; ich bin sie nicht los geworden und letzte Nacht habe ich es in Angriff genommen, sie zu ändern. (Entschuldigt bitte die Bildqualität, aber bei einer Nacht- & Nebelaktion sind die Lichtverhältnisse meist nicht die besten...)



Los geht's mit der Bluse im Ursprungszustand. Mein Glück war, dass sie am Original-Ausschnitt zu binden ist, was jedoch keine Grundvoraussetzung ist um den neuen Ausschnitt zu kreieren.

  
Im ersten Schritt habe ich die Bänder diagonal zur Schulternaht auf der anderen Seite gelegt, sodass die Bänder sich in der Mitte kreuzen und somit abgemessen, wie lang das Band sein muss um es befestigen zu können. Wichtig ist es dafür, die Bluse oder das Shirt anzuziehen, da das Band andernfalls zu kurz sein könnte! 
Wenn dein Oberteil nun keine eigenen Bänder hat, misst du den Abstand aus und schneidest ein Band zurecht, das du dann mittig am Ausschnitt anbringst (ob durch Nähen oder Kleben bleibt dir überlassen).   

Die Markierung habe ich auf das zweite Band übertragen indem ich sie einfach nebeneinander gelegt habe.


Dann habe ich die losen Enden der Bänder auf beiden Seiten mit je einer Stecknadel in Höhe der Markierung auf der Schulternaht festgesteckt (das weiße Blatt Papier dient nur zum Kontrast beim Fotografieren). 


Hier habe ich das Ganze dann mit Nadel und Faden von Hand angenäht, alternativ funktioniert das auch mit einem Tropfen Textil- oder Allzweckkleber, wobei da eventuell nach jeder Wäsche nachgeklebt werden muss.


Im Anschluss können die Bänder gekürzt werden, sofern sie nicht sowieso schon auf die passende Länge zugeschnitten waren.


                                             


Und so sieht die fertige Bluse gerade mal eine Viertelstunde später aus!
Es folgen noch zwei Detailaufnahmen vom Ausschnitt in besserem Licht...






Mittwoch, 18. Februar 2015

I had myself a merry little christmas...

Ich habe mir ein T-Shirt selbst gestaltet, das -unfreiwillig- zum Weihnachtsgeschenk an mich selbst wurde, weil es einfach viel länger gedauert hat, als ich im Vorfeld angenommen habe. 
Zu allererst habe ich mir eine Vorlage erstellt, an der ich so lange rumgebastelt habe, bis mir das spätere Motiv gefiel, einfach aus dem Grund, dass sich der ganze Aufwand sonst nicht gelohnt hätte, wenn ich schon mit dem entworfenen Motiv unzufrieden wäre. Das sah dann in etwa so aus:
 
 
Diese erste Vorlage habe ich dann mit dem Drucker von Din A4 auf Din A3 vergrößert und die Kopie auf einen Bogen Pappe geklebt.
! Achtet dabei darauf, dass das Motiv in der gewünschten Größe auch auf euer T-Shirt passt, dafür könnt ihr schließlich ein unbedrucktes Blatt einfach zur Probe auf das Shirt legen.
! Achtet außerdem darauf, keinen festen Karton zu nehmen und die Vorlage lediglich auf dünne Pappe zu kleben, da das sonst unfassbar anstrengend auszuschneiden wird.


Danach werden dann -man kann es sich wohl schon denken- die bedruckten Flächen, die später auf das T-Shirt übertragen werden sollen, ausgeschnitten. Dazu nehmt euch alle zur Verfügung stehenden Mittel zur Hand. Ich habe mit einem Teppichmesser und einer Bastelschere gearbeitet, ein Cutter, eine Prickelnadel oder eine Nagelschere wären zeitweise auch echt praktisch gewesen.


Danach legt ihr die Schablone auf euer T-Shirt (legt zwischen die beiden Stoffteile des Shirts vielleicht eine alte Zeitung, eine leere Plastiktüte oder sonst was, das vor durchdrückender Farbe schützt) und übertragt euer Motiv mit einem Textilstift, Pinsel oder Schwämmchen und Textilfarbe oder einer anderen maschinenfesten Farbe (Sprühlacke könnten auch funktionieren - keine Garantie!).
Von dem Prozess habe ich leider keine Fotos, weil meine Finger rabenschwarz waren und ich die Kamera so nicht anfassen wollte.
Das Ergebnis seht ihr hier:



Dienstag, 23. Dezember 2014

Noch kein Weihnachten war so wenig Weihnachten, wie das diesjährige – aber WARUM?


Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber für mich gibt es kein Weihnachten ohne Winter.

Allerdings ist die Frage damit noch nicht geklärt, denn auch wenn das Wetter mir einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, habe ich versucht, das zu kompensieren.

Ich habe in diesem Jahr so viele Plätzchen gebacken, wie noch nie, ich habe mir doppelt und dreifach Mühe gegeben, meine Geschenke einzupacken, habe sogar geholfen den Tannenbaum zu schmücken und ich war trotz dieses Sau-Wetters auf einem Weihnachtsmarkt. Das jedoch war eine weniger besinnliche Erfahrung. Ich war zusammen mit meiner Mutter und meiner Schwester unterwegs und der Wind peitschte uns die nasskalte Luft ins Gesicht – von Weihnachtsgefühlen keine Spur. Ich habe außerdem eine Lichterkette quer durch mein Zimmer gespannt und Weihnachtslieder gehört – keine zauberhafte Wirkung.
Ich muss sagen, ich habe schon echt Angst gegen den alljährlichen Weihnachtszauber immun zu sein.

All diesem Ärger zum Trotz habe ich mich ans Klavier gesetzt, mit dem festen Vorsatz selbst für ein bisschen weihnachtliche Stimmung zu sorgen, aber Weihnachtslieder sind ja so einfache und langweilige Klavierstücke – da kann ich genauso gut „Alle meine Entchen“ spielen...vielleicht merkt ihr schon: es ist wirklich schlimm mit mir.



Ich werde mich jetzt -am Mittag des 23. Dezembers- auf den Weg in die Stadt machen und mein letztes Geschenk abholen, danach setze ich mich in meiner weihnachtlichsten Schlafanzughose in mein Zimmer und zünde ein paar Kerzen an – in der Hoffnung, nicht allen die Vorfreude auf Weihnachten genommen zu haben.